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Auszug aus den bisherigen Produktionen:

HÄUPTLING ABENDWINDBEZAHLT WIRD NICHT !YORICK STIRBTWINNIE UND ADIWARTEN AUF GODOTEVITA PERONKOPF IM RACHEN DER NATURWIR SIND DIE NEUEN JUDENWOLFI BAUER SUPERSTARÜBERLEBENSKÜNSTLERDER LEBENDE ADVENTKALENDERLADY WINDERMERES FÄCHERBUNBURYZWEITES FESTIVAL DES ABSURDENMAGIC AFTERNOONWIENER BLUTDIE PRÄSIDENTINNENDER WELTINTENDANTPENSION F.EIN IDEALER GATTE


 
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Hubert (Hubsi) Kramar (www.hubsikramar.net)

Geboren 1948 in Scheibbs (NÖ), zählt Hubsi Kramar seit Jahrzehnten als Aktionist, Schauspieler (Bühne und Film) und Regisseur zu den wichtigsten Protagonisten der freien Theaterszene, dessen Werk politischem Engagement zutiefst verbunden ist. Kramar besuchte in den 70er Jahren das Reinhardt Seminar, die Filmhochschule Wien und studierte kulturelles Management in Harvard (USA). Neben seiner intensiven Auseinandersetzung mit experimentellem Theater, zahlreiche Regiearbeiten, eigene Theaterstücke und Schauspiel-Engagements an großen Häusern (Burgtheater, Staatsoper, Theater in der Josefstadt, Schauspiel Bochum, Nationaltheater Mannheim, Heidelberg u.a.). Ab 1979 eigenständige Theaterarbeiten und Gründung des Theater der SHOWinisten, dessen Ensemble 1995 mit der Gründung des Weard Theater, des TAT t.atr (1997) noch erweitert wurde. 1997 – 2004 Aufbau und Leitung des Kabelwerk und Residenztheater in Wien. Von 2006 – 2012 Aufbau und Leitung des 3raum-anatomietheaters. In vielen Film und TV Produktionen als Schauspieler.

Preise und Ehrungen: 1985 – Kainz Medaille – Regie, Förderpreis der Stadt Wien für die KONRAD BAYER GALA, 1989 – Deutscher Kleinkunstpreis – Sparte Theater für „Maria Stuart“ Wilde Mischung, 2000 – Gustav Gründgenspreis, 2003 – NESTROY Preis für beste OFF Produktion – Mein Kampf/Tabori, 2011 – Goldenes Verdienstzeichen des Landes Wien


 
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Verleihung der goldenen Ehrenzeichens der Stadt Wien an Hubsi Kramar 2011

Laudatio: Lucy McEvil

(…) Hubert Kramar sind ja so Verleihungen eher suspekt noch dazu an ihn selbst – es ehrt die Stadt Wien, wenn sie so ein „öffentliches Ärgernis“ (laut Medienberichten) wie mich ehren. Die FPÖ Wien – Herr Gudenus hat ja öffentlich kundgetan: wenn dieses goldene Ehrenzeichen an jemanden wie den Hubsi Kramar verliehen wird, ist es nichts mehr wert – Interessant. Na wann ist es denn nach FPÖ Meinung etwas wert – wenn Alt und Jungnazis damit ausgezeichnet werden?!? (…)

 
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Neues Theater in alter Veterinärmedizin-Anatomie

Rathauskorr. 2006

Wien (RK). Wien erhält ein neues Theater. Im Gebäude der Anatomie der ehemaligen Veterinärmedizinischen Hochschule im dritten Bezirk eröffnet Hubsi Kramar ein „3raum- Animationstheater“, drei historische Räume mit Patina und Atmosphäre, darunter der Anatomie-Lehrraum, die in Zukunft für die Freie Szene, für Ausstellungen, Theater und Performance, Konzerte, Kino, Feste etc. genutzt werden sollen. Kramar folgt damit seinem Kurs, architektonisch interessante Räume, die momentan brach liegen, auf Zeit für die Kunst zu öffnen. Die Kulturabteilung der Stadt Wien unterstützt die notwendigen Adaptierungsmaßnahmen und vergibt Projektförderungen, das Projekt ist auf sieben Jahre ausgelegt.

 
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Hubsi Kramar eröffnet 3raum-Anatomietheater

Ö1 Morgenjournal – Katharina Menhofer 2006

Drei Räume werden künftig für „Kunst und Kommunikation“ im Anatomiegebäude des ehemaligen Veterinärmedizinischen Instituts in Wien genützt. Kramar sieht sich selbst nicht als Intendant des Theaters, vielmehr soll das 3raum-Anatomietheater jungen Künstlern und Theatergruppen offen stehen: „Ich will nicht mehr über die Wiener Theaterreform schimpfen, ich biete eine pragmatische Lösung an“, meinte Kramar im Gespräch mit der österreichischen Nachrichtenagentur APA. Das „grausam-poetische“ Anatomiegebäude sei hierfür ideal: Einerseits sei die Raumproblematik ja sowieso immer da, andererseits komme der ökonomische Aspekt dazu. Das Wiener Kulturamt subventioniert demnach für vier Jahre die Kosten, die durch behördliche Auflagen entstehen. Was Kramar sich für das 3raum-Anatomietheater wünscht, „geht weit über Theater hinaus“. Grenzen seien nicht Ziel führend, was sich auch bei der Staats-Groteske „Gugging goes Ballhausplatz“ in Anspielung an die politischen Diskussionen rund um die geplante Elite-Universität zeige. Bei dem Stück gehe es „um Politik, um Spaß, um Sinnlichkeit“, so Kramar: „An das Original kommen war aber sowieso nicht heran.“