WOLFI BAUER SUPERSTAR – DIE GALA 2013


 

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Koproduktion Theater Showinisten und Rabenhof Theater

Eine Supergala über diesen grandiosen Dichter und Schriftsteller, die das Universum des Wolfgang Bauer öffnet. Die musikalische Revue und der extravagante Anspruch einer Gala unterstreichen seine funkelnde Lebensfreude und seinen sprühenden Humor, in Verbindung mit seinem unabhängigen, wachen und kritischen Geist, in dem sich Österreich und die Welt spiegeln.

Nach den beiden erfolgreichen Produktionen „Konrad Bayer Gala“ und „Gunter Falk Gala“, ist dies die dritte Arbeit von Hubsi Kramar, um das komplexe Werk eines großen österreichischen Schriftstellers und Dichters in einer Revue zu präsentieren.

Durch die Collagen und Montagen der unterschiedlichen Texte, seien es Theaterstücke, Kurzgeschichten, Prosa- oder Versarbeiten oder auch nur Gedankensplitter, wird so ein komplexes Bild des vielschichtigen Schaffens von Wolfgang Bauer präsentiert.


Über Wolfgang Bauer:

Wolfgang Bauer, 1941 in Graz geboren, am 26. August 2005 in Graz gestorben, entzog sich erfolgreich allen literaturbetrieblichen und germanistischen Versuchen, mit einem Etikett versehen und einer Schriftsteller-Kategorie zugeordnet zu werden. Hauptsächlich als Dramatiker irritierend (seit 1968, Magic Afternoon-Uraufführung), waren doch seine Auftritte als Lyriker, Romancier und Feuilletonist äußerst erfolgreich und populär, im gleichen Ausmaß, in dem sie die Anforderungen der Gattung jeweils nicht erfüllten.

„Wenn er einen Wienerwalzer tanzt, zieht er tiefe Furchen durchs Parkett. Er hat einen knallroten Kopf, er zischt und raucht, er juchzt. Damen in Ballroben drehen sich nach ihm um. Seine Leber möchte ich persönlich nicht kennenlernen. Ich bin allerdings ein Hypochonder, er nicht, er schlägt mit seiner Faust zu, bevor sich ein Todesgedanke in seiner Seele bilden kann. Das kann er nun wirklich nicht ausstehen, dieses beständige An-den-Tod-Denken, da stemmt er schon lieber einen Wirtshaustisch hoch und lässt ihn einem Gast, einem Schuldirektor aus Kärnten, auf die Füße fallen. … Aber Herrgott, was ihm im Lauf eines Tages alles einfällt, zum Herrgott und zu anderen Themen. Wie er nur schon angezogen ist! Sein Anzug ist etwa so, als säße ich am Karfreitag mit einem Alphorn in der Hand in meiner Dorfkirche.“

Urs Widmer über Wolfgang Bauer:

„Wolfgang Bauer provoziert auf der Höhe der Zeit: Waren es in den aus der Bigotterie in die sexuelle Revolution ausbrechenden mittleren sechziger Jahren anarchische Schocker wie Magic Afternoon und Change, so sind es heute die Werte der ›Wende‹, die ins Surreale stilisiert werden: Religion und Bildungsgut, Tüchtigkeit und kulturelles Erbe verzerren sich zum irrwitzigen Panoptikum.“ (BASTA, anlässlich der Uraufführung von Herr Faust spielt Roulette)

„Bauer erprobt immer wieder Neues, stellt sich selbst, wie er sagt, gerne Rätsel und löst diese schreibend. Doch bleibt er dabei immer humorvoll und spannend.“ (KURIER)


Mit: Stefano Bernardin, Lucy McEvil, Rainer Fussgänger, Erich Joham, Markus Kofler, Marko Kölbl, Hannes Lengauer, Sonja Romei, Eva Schuster, Michael Smulik, Christian Strasser, Sascha Tscheik, Gerald Votava, Regie und Konzept: Hubsi Kramar, Bühnenkunst: Mike Blumentopf, Lotte Schegsch, Video: Bernhard Mrak, Markus Liszt, Kostüme: Caterina Czepek, Maske: Sam Dopona, Musik: Martin Kratochwil, Edith Lettner, Rainer Binder-Krieglstein, Technische Leitung: Pepe Starman, Produktionsleitung: Alexandra Reisinger